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Wir begannen unseren Trekk in der Inselmitte von Bourg-Murat und stiegen aufwärts durch die endlosen Weideflächen des Plain-des-Palmiste (Hochebene). Hierbei mussten wir Einfriedungen
durchqueren und etliche Weidezäune überklettern. Auf 2000 Meter Höhe änderte sich dann die Landschaft und wurde zusehends karger. Auf einem Felsgrad (2300 Höhenmeter) standen wir unvermittelt vor einer
senkrechten und zweihundert Meter tiefen Abbruchkante und blickten auf gewaltige Lavaflächen. Die Landschaft wirkte auf uns sehr unnatürlich und erinnerte eher an ferne Planeten. Bis zum Erreichen des Vulkans
mussten wir aber noch einige Lavaseen und Felswände durchklettern; vor uns lag die riesige Wüste Plain-de-Sables. In der Nähe der Berghütte Gite-de-Bellecombe stießen wir auf die letzte Felskante, welche als
eine Caldera die aktiven Vulkankrater umschloss. Inmitten dieses eingeschlossenen Lavasees erhebt sich der größte Vulkankegel mit den beiden Hauptkratern. Der Anblick war für uns gewaltig. Wir durchwanderten
das Gebiet und kletterten über die bizarrsten Lavaformationen. Da gab es erstarrte Gasblasen, zusammengeschobene Wülste u.s.w. und wir hatten dabei immer das Gefühl, als wenn alles unter einem noch brodelt. Wir
bestiegen den Hauptkegel, blickten in das Innere der tiefen Schlünde und übersprangen tiefe Risse im Gestein. Dann brachen wir auf, um am äußersten Südosten von Reunion die Küste zu erreichen. Auf dieser
Strecke mit einer Dauer von 2 ½ Tagen erlebten wir die verschiedensten Vegetationszonen, körperliche Anstrengungen bis zur Erschöpfung und Wassernot. An der Küste angekommen, verbrachten wir die restlichen Tage
mit Kurztrips an der Steilküste, gingen baden und genossen die gute kreolische Küche.
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