|
Auf dem Weg ins südliche Kathmandutal ließen wir uns mit einem Taxi vor Kirtipur absetzen und begannen unsere Besichtigungstour. Unser erstes Ziel war die Uma-Maheshwar-Pagode, welche
den höchsten Punkt im Westen der Stadt kennzeichnet und eine herrliche Aussicht auf die Stadt und das darunter liegende Kathmandutal bietet. Der westliche Teil der Stadt wird fast ausschließlich von Hindus
bewohnt, während sich im Ostteil die Buddhisten angesiedelt haben. Dort thront ebenfalls ein Stupa über das Stadtgebiet. Wir beschlossen, Kirtipur der Länge nach zu durchwandern und suchten uns einen Weg durch
ein Wirrwar aus Gassen. Auf den Wegen lagen Abfälle und Müll herum und alles war mit einer bereits schmierigen Schicht überzogen. Beim Blick durch die meist offenen Fenster und Türen fragten wir uns, wie es die
Bewohner in den dunklen Buchten überhaupt aushalten. Trotz alledem waren die Leute hier sehr freundlich und verblüfften uns mit ihrem ständigen Lächeln. In der Mitte des Ortes trafen wir auf den
Bagh-Bhairav-Tempel. Ein Tempelwächter verwies uns auf die rituellen Gepflogenheiten und lud uns zu einer Besichtigung ein. Während wir uns umschauten, spielten ein paar Männer auf uralten uns unbekannten
Musikinstrumenten und gaben diesem Ort eine urige Atmosphäre. Auf dem Weg zum Stupa trafen wir in Hinterhöfen auf Frauen, welche auf alten Holzwebstühlen bunte Stoffe webten. Teppichhändler zogen durch die
Gegend und versuchten ihre Waren los zu werden. Letztendlich stiegen wir in das tiefergelegene Nayar-Bazar, dem moderneren Vorort von Kirtipur.
|