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Dakshin-Kali liegt ca. 20 Kilometer südlich von Kathmandu und ist für die Hindus eine wichtige Opferstätte, an der zu Ehren der Göttin Kali täglich Hunderte von Tieren geopfert
werden. Meist sind es Ziegen, Hühner, Schweine und Enten; nur schwarz müssen sie sein. In langen Warteschlangen stehen die Hindus mit Ihren Tieren vor dem Tempel, an der Leine oft das Tier und dazu eine
Schüssel mit weiteren Opfergaben, wie Reis, Blumenblätter und Kokosnüsse. Haben die Gläubigen den nach oben hin offenen Tempel erreicht, beginnt das ungewöhnliche Schauspiel. In dem Tempel werden die Tiere
vor einem Altar geköpft, mit dem herumspritzenden Blut wird alles besprenkelt und es wird hektisch gebetet. Dann drängeln schon die nächsten hinein und das Treiben beginnt von neuem. Ist auf dem Boden die Pampe
aus Reis und Blut zu dick, wird alles mit einem Wasserschlauch abgespritzt und Polizisten versuchen derzeit unter Einsatz von Schlagstöcken die Menge zu beruhigen. Am Ende des Rituals werden die toten Tiere
außerhalb des Tempels zerlegt, um sie im nahegelegenem Wald zu verspeisen. So außergewöhnlich es in Dakshin-Kali für ausländische Besucher auch zugehen mag, der Einblick in die religiösen Riten der Hindus ist
hier noch unverschleiert und sehr intensiv.
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