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Bei unserer Ankunft im Hafen San Sebastians war es kurz vor Mitternacht und es regnete in Strömen. Wir hatten kein Quartier, fanden aber in der nahegelegenen Steilküste unweit des Ortes
eine trockene Höhle, um erstmal zu übernachten. Am kommenden Morgen begann unsere 6-tägige Trekkingtour quer über die ganze Insel. Wir überstiegen einen steilen Berggrad und erreichten den wilden und einsamen
Strand Playa de la Guancha. Ein letztes Mal konnten wir uns im Meer erfrischen, bevor wir in die trockenen und unbewohnten Berge des Inselsüdens aufstiegen. Von nun an war Trinkwasser ein wertvolles Gut. Allmählich
verlor sich der Pfad und wir suchten uns unseren Weg querfeldein, wobei wir sehr anstrengende Felswände durchkletterten. Oben in den Bergen stießen wir auf verlassene Bergdörfer wie Seima. Die Hütten waren
bereits etwas zerfallen, doch das Inventar noch vorhanden. Es war heiß und trocken und wir mussten unseren Flüssigkeitsbedarf durch den Verzehr etlicher Kaktusfeigen decken. In der Mitte der Insel änderte sich
die Vegetation und auch das Wetter. Nachdem in einer Zeltnacht ein Orkan über uns hinweggefegt war, setzte kräftiger Regen ein. Wir durchquerten eine wunderschöne Palmenlandschaft und einen der letzten Urwälder der
Kanaren, den Lorbeerwald. Auf der Westseite von La Gomera nahm die Besiedlungsdichte zu, wir besuchten einige Dörfer, wanderten entlang ehemaliger Regenwasserkanäle und erlebten eine tropische Vegetation. Im
Valle Gran Rey folgten wir den Wegen durch gewaltige Bananenplantagen bis zur Küste, wo unser Trekk endete.
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