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GPS-Geräte in der Outdoor-Praxis Zu den klassischen Orientierungsmitteln im Gelände gehörten bisher Kompass, Höhenmesser und vernünftige Karten mit einem Maßstab kleiner 1 :
100 000. Diese Hilfsmittel haben die althergebrachte Orientierung, wie nach Sonne und Sternenhimmel fast vollständig verdrängt. Doch jeder vernünftige Outdoorer sollte im Notfall auch die Informationen, welche die
Natur uns bietet, immer noch zu nutzen wissen. Ein ähnlicher Generationswechsel zeichnet sich in den letzten Jahren mit der Einführung des GPS(Global Position System) ab. Die von Satteliten gesendeten Positionsdaten
werden immer mehr kommerziell genutzt und haben sich auch in der Outdoorpraxis bereits bestens bewährt. Nähere Informationen über den Aufbau und die Funktion des GPS bieten etliche Publikationen wie „Das
GPS-Handbuch“ von Ralf Schönfeld oder „GPS-Outdoornavigation“ von Rainer Höh. Doch welche Vorteile bietet GPS nun in der Geländenavigation wirklich? Ohne die Notwendigkeit, sich mit dem Umgang von Karte und
Kompass auszukennen, aus den Augen zulassen, ergeben sich hier neue und auch zusätzliche Betätigungsfelder. Die ursprünglichste Anwendung von GPS-Geräten erfolgt durch dass Ablesen von Positionsdaten der Längen- und
Breitengrade, welche auf eine entsprechende Karte übertragen werden. Dies setzt den Einsatz von GPS-tauglichen Karten voraus, auf denen auch die Längen- und Breitengrade mit abgebildet sind. Zu beachten ist hierbei,
dass es für diese Koordinatensysteme verschiedene Arten von Rastersystemen gibt (in Europa üblich WGS-84), so dass GPS-Gerät und Karte aufeinander abgestimmt werden müssen. Aber auch die möglichen Zahlenformate wie
z. B. grd°min’sec’’ oder grd,min,min’ müssen miteinander angepasst werde. Um die Zuordnung der eigenen Position schnell auf die Karte übertragen zu können, hat es sich als vorteilhaft erwiesen, die
untergeordneten Minuten- und Sekundenraster auf der Karte vorher schon einzuzeichnen. Schon mit diesen einfachen Mitteln genügt ein Blick auf das Display des GPS-Gerätes und schon weis man genau wo man ist und wie
es möglicherweise weitergeht. Tut man während der Tour auch noch verschiedene Wegpunkte abspeichern, ist der Rückweg immer klar, egal wie schlecht die Sicht sein sollte. Neben der Verwendung von Wegpunkten, wo
die momentane Position bestimmt oder abgespeichert wird, bietet die GOTO- Funktion eine weitere Anwendungsmöglichkeit. Aufgenommene Wegpunkte lassen sich zwischen verschiedenen Geräten übertragen oder aus dem
Internet herunterladen und somit allgemein verfügbar machen. Im eigenen GPS-Gerät aktiviert, bildet die GOTO- Funktion nun eine Linie zwischen eigener Position und einem gewählten nächsten Zielpunkt (Wegpunkt),
wobei ein Richtungspfeil auf dem Display den Kurswinkel und Entfernung dorthin in Luftlinie angibt. Eine weitere Stufe
der GPS-Nutzung ist das Abspeichern und Verwenden von Tracks. Mit der so genannten TRACK-LOG- Funktion wird eine komplette Strecke aufgezeichnet, wobei je nach Einstellung des GPS-Gerätes in bestimmten Zeitabständen
oder Entfernungen automatisch Punkte gesetzt werden. Daraus entsteht eine genau nachvollziehbare Linie im Gelände, welche später auf eine Karte übertragen, die eigene Tour reproduzierbar macht. Auch diese Tracks
lassen sich von Gerät zu Gerät übertragen und somit anderen Outdoorern zugänglich machen. Im Internet ist hierzu bereits ein reger Tauschhandel entstanden (z.B. bei www.
opentstreetmap.de oder www.alpinkoordinaten.de), aber auch lokale Touristikorganisationen bieten fertige Tracks z.B für Radtouren oder Wanderwege an. Doch die
Entwicklung geht rasant weiter. GPS-Geräte der neuesten Generation bieten neben Koordinatendaten komplette Kartenwerke an, welche auf dem Display angezeigt, theoretisch die Verwendung bisheriger Papierkarten
überflüssig werden lässt. Hinzu kommen diverse Zusatzinformationen wie Max-, Min- und Momentangeschwindigkeit, Tageskilometer, Pausenzeiten usw. aber auch elektronischer Kompass und Höhenmesser sind in diesen
Geräten enthalten. Wem dies noch nicht reicht, findet im GPS- Gerät auch noch Angaben über Zeiten von Sonnenaufgang und –untergang, ob der Mond ab- oder zunimmt, welche Gezeiten gerade herrschen, sowie
Taschenrechner und Stoppuhrfunktion. Für die Auswertung und Bearbeitung der GPS-Daten gibt es bereits reichlich angebotene Software auf dem Markt. Mit diesen Programmen lassen sich recht einfach Tracks auf
Karten übertragen, Wegpunkte bearbeiten und somit komplette Toureninformationen erstellen. Manche dieser PC-Programme sind käuflich zu erwerben (Fugawi), andere werden vom Hersteller der GPS-Geräte mitgeliefert
(MapSource von Garmin), aber es gibt auch Programme, welche frei aus dem Internet herunter geladen werden können (Trackmaker).
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