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Im Mai 2009 nahmen wir uns für eine Woche die Zeit, die Wda und weitere nordpolnische Gebiete zu erkunden. Start unserer Kanutour war Lipusz, dessen zentral gelegener Biwakplatz einen
guten Ausgangspunkt mit Versorgungs- möglichkeiten ergab. Ein Bootsverleiher bietet hier auch Boote zum mieten an und kümmert sich zuverlässig um den Rücktransport. Von Lipusz aus folgten wir den noch sehr schmalen
Flusslauf bis Czarlina und hatten dabei viele Baumhindernisse zu bewältigen. Dann öffnete sich plötzlich vor uns das Wasser und es galt den einzigen See dieser Flussbefahrung, den J. Wdzydze zu überqueren. Bei Borsk
ging es wieder in den Fluss hinein und bevor bei Drewnlany Most eine Kanalvariante begann, folgten wir auf engen Kurven mit guter Strömung weiter dem alten Flusslauf. Nur vereinzelte Brücken gaben uns in der wilden
Natur die erforderliche Orientierung, bis wir in Czarna Woda den ersten richtigen Ort durchpaddelten. Weiter ging es durch eine scheinbar unberührte Natur und abseits gelegene urige Dörfer versetzten uns in unsere
Kindheitserinnerungen zurück. In Tlen endete die offizielle Kanuroute und von nun an wechselten naturbelassen Abschnitte mit weitläufigen Kraftwerksverbauungen. Auch ausgebaute Biwakplätze mit Feuerstellen gab es
nun keine mehr, doch es ergaben sich auch so genug Alternativen. In Swiecie, kurz vor der Mündung in die Weichsel endete schliesslich diese unvergessliche Tour.
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